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Dialog zur Zukunft des Einzelhandels in der Innenstadt

Am Abend des 25. März war das Wirtschaftsforum mit Oberbürgemeister Martin Horn zu Gast in dem Concept-Store „Lust auf Gut“ in der Gerberau.

Stefan Schupp, Martin Horn, Hanna Böhme und Jochen Bohny (Foto: FWTM)
Stefan Schupp, Martin Horn, Hanna Böhme und Jochen Bohny (Foto: FWTM)

Rund 90 Vertreterinnen und Vertreter der Freiburger Wirtschaft nahmen an dem von der FWTM organisierten Treffen teil, um sich gemeinsam mit Oberbürgermeister Martin Horn, Herzschlag-Geschäftsführer Stefan Schupp (Schafferer) und FWTM-Geschäftsführerin Hanna Böhme über die Zukunft des Einzelhandels in der Freiburger Innenstadt auszutauschen. Dabei wurde unter anderem erörtert, wie sich Unternehmen, die Stadt und Händler einbringen können, um das Zentrum weiter attraktiv zu halten.

Begrüßt wurden die Gäste durch den „Hausherrn“ des Abends, Jochen Bohny, Inhaber mehrerer Sportgeschäfte, welcher seinen innovativen Concept-Store „Lust auf Gut“ vorstellte. Jochen Bohny ist auch Mitglied der Initiative „Herzschlag Freiburg“, in der sich neun der größten inhabergeführten Freiburger Fachhändler zusammengeschlossen haben. Im Dialog mit den verschiedenen innerstädtischen Akteuren wollen die Mitglieder von „Herzschlag Freiburg“ als Unternehmer die Entwicklung der Freiburger Innenstadt mit Rat und Tat positiv mitgestalten.

FWTM-Geschäftsführerin Hanna Böhme führte in den Abend ein und erläuterte die Bedeutung des Einzelhandels für die Innenstadt: „Die Städte wurden stets an sich kreuzenden Handelswegen gegründet und wuchsen um den Marktplatz herum. Funktionierende und zukunftsfähige Städte brauchen den Handel, die Gastronomie, kulturelle Einrichtungen, öffentliche Plätze und Veranstaltungen. Nur: Braucht der Handel der Zukunft noch die Stadt?“

Im Fokus des Abends stand die zentrale Frage, wie man die Freiburger Innenstadt attraktiver gestalten und damit den lokalen Einzelhandel unterstützen kann. Oberbürgermeister Martin Horn ging zunächst darauf ein, was zuletzt seitens der Stadt für den Einzelhandel und die Innenstadt vorangetrieben wurde. Er führte dabei Beispiele wie die neue Flaniermeile am Rotteckring, die Fertigstellung der neuen Straßenbahnlinie, aber auch auf die Themen Sauberkeit und Sicherheitskonzept auf. Martin Horn hob allerdings hervor: „Es gibt viele Herausforderungen im Einzelhandel, die es in Zukunft zu bewältigen gilt, vor allem um dem Frequenzrückgang und den damit verbundenen Umsatzeinbußen entgegen zu wirken. Deshalb arbeiten wir unter anderem an einem Innenstadtkonzept für den öffentlichen Raum als Erlebnis- und Begegnungsstätte.“

Stefan Schupp von der Herzschlag-Initiative und Geschäftsführer der Schafferer & Co. KG stimmte dem zu, dass es gilt „Einkaufen in der Innenstadt wieder zu einem Erlebnis werden zu lassen“. Denn: „Verschiedene Quellen belegen, dass die Kundenzahlen in der Innenstadt in den letzten 10 Jahren trotz steigender Übernachtungs- und Einwohnerzahlen um 25 % gesunken sind. Den Kunden muss gegenüber dem bequemen Online-Handel ein bedeutender Mehrwert geboten werden, damit sie noch den Weg in die Innenstädte finden. Dies gilt insbesondere für unsere Kunden aus dem Umland, die zusätzliche Zeiten und Kosten für ihren Besuch in Kauf nehmen müssen. Deshalb muss der Einkauf vor Ort wieder zu einem Erlebnis werden und wir müssen Freiburg gemeinsam attraktiver machen.“ Viele Städte – auch im Umland – hätten intensiv an ihrer Attraktivität gearbeitet, während Freiburg stehen geblieben sei: „Wir müssen das Juwel Freiburg gemeinsam wieder zum Funkeln bringen“.

Bei dem gemeinsamen Dialog von Martin Horn, Stefan Schupp und Hanna Böhme wurde deutlich, dass vor allem durch die Zusammenarbeit aller Akteure von den Händlern über die Stadt bis hin zur FWTM erst eine nachhaltige Entwicklung von Konzepten möglich ist. Dabei lässt sich bereits auf das langjährige Engagement und die Zusammenarbeit vor allem mit der Einzelhändlergemeinschaft, z’Friburg, aber auch dem Lokalverein Innenstadt, dem Dialogforum Innenstadt und seit neuestem mit der Initiative Herzschlag zurückgreifen.

Oberbürgermeister Horn bedankte sich abschließend bei allen Teilnehmern und appellierte an sie: „Jeder einzelne von uns, kann auch seinen Beitrag leisten, dass unser stationärer Einzelhandel auch in Zukunft ein zentraler Teil unserer Innenstadt ist.“
Das anschließende Get-together bot den Gästen die Möglichkeit zum Austausch zu den Themen attraktive Gestaltung der Innenstadt und Zukunft des stationären Einzelhandels.